Wir kochen alle nur mit Wasser!

Bgm. Mitterlehner beantwortet Fragen, die Vorchdorf bewegen und interessieren.

Wie geht es Ihnen?

Danke, kurz und bündig gesagt: gut! Ich wurde sehr herzlich aufgenommen, hab viele Mitarbeitergespräche im Gemeindeamt geführt und erste Termine aus Wirtschaft und Vereinswesen absolviert.

 

Wer wird der neue Postpartner?

Ich weiß, dass die Entscheidung über die Schließung des Postamtes viele Vorchdorfer bewegt. Gleichzeitig muss ich aber mitteilen, dass dies eine Entscheidung der Post war, oder anders gesagt: die Angelegenheiten der Post sind keine Gemeindeagenden. Natürlich bedaure ich, dass die Entscheidung nach 3 Jahren Beobachtungszeitraum so gefallen ist, aber ändern können wir dies als Gemeinde nicht. Als Gemeinde haben wir ein paar Vorschläge gemacht, der Ball liegt nun bei der Post.

 

Was kommt in den „alten Mischkreu-Laden“ hinein?

Die Gemeinde hat die Räumlichkeiten angekauft und saniert diese in der nächsten Zeit denkmalschutzgerecht. Anschließend werden die historischen Gemäuer vermietet. Denkbar wäre vieles: Ein unikater „Kramerladen“, ein hochwertiger Gastronomiebetrieb bis hin zu Ideen wie ein „Press-the-Button-Standort“. Ich kann mir auch ein Tattoo-Studio vorstellen, auch wenn ich mich nicht selbst unter die Nadel legen würde. Wichtig ist, dass das Geschäft ein Frequenzbringer für das Zentrum ist und für weitere Belebung sorgt.

 

Wie geht es mit dem alten Billa-Areal in der Streiningerstraße weiter?

Ähnlich wie bei der Post hat die Gemeinde hier keine Kompetenzen. Soweit mir bekannt ist, hat Billa den bisherigen Standort noch weitere Zeit gemietet, um sicherzustellen, dass während der ersten Phase des neuen Verkaufsgebäudes kein zusätzlicher Mitbewerber in unmittelbarer Nähe einzieht.

Nachdem die Lage gut ist, kann ich mir gut vorstellen, dass es dann Nachmieter geben wird. Mir sind auch Interessenten bekannt.

 

Wie ist der aktuelle Status beim BildungsCampus?

Wir sind im laufenden Gespräch mit dem Land Oberösterreich. Eine Investition in dieser Größenordnung passiert nicht von heute auf morgen. Optimistisch stimmt mich, dass die neue Landesregierung in ihrem Programm einen Schwerpunkt auf Bildung (Kluge Köpfe für Oberösterreich) setzt. Vorchdorf hat schon vor einiger Zeit ein Architekturkonzept eingereicht. Dieses ist zwar ambitioniert, aber andererseits deckt es aus unserer Sicht unsere Bedürfnisse am besten ab. Ich bin mir sicher, dass wir einen Kompromiss finden werden, um das beste Ergebnis für den Vorchdorfer Schulstandort sicherzustellen. Wir bleiben auf jeden Fall dran und setzen auf eine neue Gesprächsdiplomatie mit den zuständigen Stellen.

 

Vorchdorf entwickelt sich sehr dynamisch. Ist die Entwicklung zu rasant?

An allen Ecken und Enden herrscht rege Bautätigkeit und unser Ortsbild verändert sich in einem großen Tempo. Unsere Aufgabe ist, die richtigen Rahmenbedingungen für Investitionen zu schaffen. So bleibt Vorchdorf ein attraktiver Boden für Familien, Firmen und Arbeitnehmer. Die Entwicklungsgeschwindigkeit hat in den letzten Jahren sicherlich zugenommen und es gab viele Entscheidungen zu treffen. Es werden auch künftig Entscheidungen notwendig sein. Mit dem Beginn einer Baustelle wird ein Projekt dann meist für alle sichtbar. Die meiste Arbeit erfolgt jedoch im Vorfeld: Bürgerbeteiligungsformate, Diskussionen in Fachausschüssen, Gemeinderatsbeschlüsse, Abstimmung mit Nahtstellenpartnern (Landesbehörden, Straßenverwaltung, Anrainern), Auftragsvergaben. Was wir künftig brauchen, ist eine verbesserte Kultur des Miteinanders und der gegenseitigen Wertschätzung.

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